Unwettereinsätze in Wiehl
- Feuerwehr der Stadt Wiehl ›
- Neuigkeiten ›
- Unwettereinsätze in Wiehl
Feuerwehr der Stadt Wiehl fährt über 150 Einsätze im Stadtgebiet
Von Donnerstag Mittag bis Freitag Nachmittag wurden durch die Feuerwehr Wiehl über 150 sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. Schwerpunkt waren umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller, da viele Gullys verstopft waren. Teilweise sind Bäume auf Häuser gestürzt und auch Dächer abgedeckt worden. Bei Mühlenau wurde ein Fahrzeug vom Baum getroffen, der Fahrer blieb unverletzt. Auf der Ahestraße zwischen Alferzhagen und Niedersessmar wurde ebenfalls ein Auto von einem Baum getroffen und eine Person im Fahrzeug eingeschlossen. Um trotz der schwierigen Verkehrsbedingungen und einer hohen Anzahl laufender Einsätze hier schnell helfen zu können, wurden seitens der Feuerwehr Wiehl mehrere Fahrzeuge aus laufenden Einsätzen abgezogen. Parallel dazu schickte auch die Feuerwehr Gummersbach von Niedersessmar aus Kräfte zu diesem Unfall. Wegen umgestürzter Bäume im Wiehler Bereich konnten die Gummersbacher Kräfte die Einsatzstelle schneller erreichen und die Person befreien.
![]() |
![]() |
Auch der BAB Zubringer in Höhe Industriegebiet Bomig war betroffen, da ein Baum quer über beide Fahrbahnen hing und auf die Ampelanlage zu stürzen drohte. Dieser wurde, wie viele andere auch, mit der Drehleiter abgetragen.
Über längere Zeit gab es Stromausfälle in Marienhagen und Oberwiehl, da Bäume in Stromleitungen gefallen waren, Marienhagen war teils nicht mehr erreichbar. Gesperrt wurden die Zeitstraße K56 zwischen Brächen und Forst, der Forster Berg, die K52 durch den Enselskamp, sowie die Alpetalstraße. Auch für die Feuerwehr ist der Aufenthalt in der Nähe von Bäumen bei Sturm sehr gefährlich, so dass in der Sturmnacht nicht alle Straßen freigeräumt werden konnten. In NRW wurden zwei Feuerwehrleute in der Nacht tödlich verletzt.

Alle Einsätze mit hoher Priorität konnten zeitnah abgearbeitet werden. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Kreises, bei der der Notruf 112 aufläuft, änderte bei diesem hohen Einsatzaufkommen ihren Betrieb und beschränkte sich weitestgehend auf die Annahme der Einsätze und Erst-Alarmierung der Einsatzkräfte. Die Koordination der Einsätze erfolgte bei der Feuerwehr Wiehl einem ausgeklügelten Organisations- und Kommunikationskonzept folgend. Es werden in den Feuerwehrgerätehäusern in Wiehl, Bielstein und Bomig sogenannte Abschnittsführungsstellen eingerichtet und von den Zugführern besetzt.
Übergreifende Maßnahmen wurden von einem zentralen Einsatzleitstab, FEL genannt, wahrgenommen. Dazu gehörte die Disposition der von der Leitstelle kommenden Einsatzdepechen. Damit waren lokale und dezentrale Organisationseinheiten geschaffen, die sehr flexibel und schnell reagieren konnen. Selbst ein Stromausfall wirft somit die Feuerwehr Wiehl nicht aus der Bahn.
Wiehl, 21.01.2007, Jens Schmidt; Fotos: Ronnie Müller, Andre Kiesling
Mittwoch, 20. August 2008, Thorsten Hoffmann

